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TeKaVe

·799 Wörter·4 min· ·
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Inhaltsverzeichnis

Die Kernfrage des Projekts TeKaVe - Technologieneutrale Kapazitätsmechanismen für eine Versorgungssichere Energiezukunft betrifft, ob das Marktsystem in Österreich in seiner derzeitigen Form (Energy-Only-Markt) im Stande ist, zur gleichen Zeit ein versorgungssicheres Energiesystem aufrecht zu erhalten und die Dekarbonisierungsziele Österreichs zu erreichen.

In den vergangenen Jahren war der Strommarkt starken Schwankungen und Markteingriffen unterworfen, die mitunter starke Auswirkungen für die Versorgungssicherheit haben können. Zusätzlich haben hohe Anteile aus EE ausgelöst von den Fördermechanismen zu stark schwankender Erzeugung und steigendem Bedarf an Flexibilität sowie zusätzlichen Erzeugungstechnologien und Speicherkapazitäten geführt. Zusätzlich hat die Ukrainekrise seit Mitte 2021 einen bisher nie dagewesenen Preisanstieg ausgelöst. Jedoch schaffen zusätzliche Preisvolatilität, ungewisse geopolitische Situation und kurzfristige Markteingriffe langfristig keine Planungssicherheit und daher nicht ausreichend Investitionsanreize. Die Vermutung liegt nahe, dass neben weiterem EE-Ausbau, um die ambitionierten Dekarbonisierungsziele zu erreichen, der Energy-Only-Markt nicht ausreichend Anreize in Zukunft geben wird, um neue Investitionen zu tätigen.

In vielen Europäischen Ländern sind bereits heute eine Reihe verschiedener KM, wie bspw. zentrale oder dezentrale Kapazitätsmärkte bzw. strategische Reserven, in Kraft. Zudem wurden andere innovative Optionen vorgeschlagen (zB. Capacity Subscriptions). Zukunftsgemäße Maßnahmen erfordern die Teilnahme aller Anbieter, steuerbare Erzeugung, Speicher, Demand Response und EE. Bei Ausgestaltung der Kapazitätsmechanismen jeglicher Art müssen sie miteinbezogen werden. Aufgrund von langen Vorlaufzeiten besteht Handlungsbedarf bereits heute.

Factsheet
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KurzformTeKaVe
TitelTechnologieneutrale Kapazitätsmechanismen für eine Versorgungssichere Energiezukunft
Laufzeit01.03.2024 – 31.08.2025
Partner:innen3 (alle anzeigen)
ProjektformKofinanziertes Forschungsprojekt
Projektleitung AITStefan Strömer

Überblick
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Die Kernfrage des Projekts wird aus der regulatorischen sowie ökonomischen Sicht untersucht. Für die ökonomische Analyse wird ein innovativer Modellierungsansatz angewendet, der Investitionsoptimierung und agentenbasierte Marktmodellierung kombiniert. Somit können die KM-Designs verglichen werden sowie der Einfluss weiterer Faktoren wie EE-Förderung, CO2-Bepreisung oder Flexibilitätsmaßnahmen untersucht werden.

Erkentnisse
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Unzureichende Investitionsanreize im Energy-Only-Markt
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Die Analyse zeigt, dass der derzeitige Energy-Only-Markt in Österreich keine ausreichenden Investitionsanreize für neue Kapazitäten bietet und somit langfristig die Versorgungssicherheit gefährdet.

Regulatorische Unsicherheiten als zentrales Problem
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Unsicherheiten in regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen sowie das Ausbleiben von Knappheitspreisen erschweren Investitionsentscheidungen und stellen wesentliche Herausforderungen dar.

Kapazitätsmarkt als geeignete Lösung
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Die Ergebnisse der Modellierung deuten darauf hin, dass ein Kapazitätsmarkt eine effiziente Möglichkeit bietet, Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Marktverzerrungen zu minimieren.

Grenzen alternativer Mechanismen
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Alternative Ansätze wie Flexibilitätsausschreibungen oder strategische Reserven zeigen entweder hohe Kosten oder eine begrenzte Wirksamkeit im österreichischen Kontext.

Bedeutung europäischer Harmonisierung
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Eine stärkere Harmonisierung mit europäischen Rahmenwerken, insbesondere dem CISAF, kann Genehmigungsprozesse beschleunigen, regulatorische Sicherheit schaffen und die grenzüberschreitende Teilnahme fördern.

Vermeidung von Lock-in-Effekten
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Bei der Gestaltung von Kapazitätsmechanismen ist es entscheidend, Lock-in-Effekte fossiler Technologien zu vermeiden, um die Energie- und Klimaziele zu erreichen.

Rolle regionaler und technologischer Vielfalt
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Technologieoffenheit sowie die Berücksichtigung regionaler Komponenten sind wichtig, um zukünftige Flexibilitätsbedarfe effizient abzudecken, auch wenn deren Umsetzung komplex ist.

Tätigkeiten
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AP1: Projektmanagement

Lead: AIT

Effektives Projektmanagement - insbesondere Koordination und Controlling - mit Fokus auf Erreichung der Projektziele und Projektergebnisse. Zeitmanagement, Priorisierung und Moderation der Entscheidungsfindung bei inhaltlichen Problemen sowie Klärung rechtlicher Fragen und Erstellung des Konsortialvertrages. Zusätzlich umfasst das Arbeitspaket Qualitätssicherung sowie Kommunikation und Vermarktung der Projektergebnisse und die Diskussion der Zwischen- und Endergebnisse mit relevanten Stakeholdern.

AP2: Qualitative Analyse

Lead: AIT

Überprüfung bestehender Ansätze zur Versorgungssicherheit in Europa und der weiteren Einflussfaktoren. Auswahl eines Satzes von Kapazitätsmechanismen zur Modellierung in Arbeitspaket 3 sowie Formulierung von Stakeholder- und Politikempfehlungen (Lead: EI-JKU).

AP3: Marktmodellierung

Lead: AIT

Implementierung eines kombinierten Modells zur Abbildung des EOM und ausgewählter Kapazitätsmechanismen. Vergleich einzelner KM-Designs mit dem Basisszenario (EOM) sowie Durchführung von Szenarioanalysen.

AP4: Regulatorische Analyse

Lead: EI-JKU

Entwicklung einer angemessenen Schadenersatzregelung für Kapazitätsmärkte basierend auf mindestens drei bestehenden Berechnungsmethoden für Preisobergrenzen. Analyse von mindestens drei Alternativlösungen zu Kapazitätsmechanismen, darunter Ausstiegsprämien bzw. Überführung in Staatseigentum, Weiterentwicklung vorhandener Märkte (PICASSO, MARI), Stilllegungsverbote und strategische Reserven sowie Analyse des Harmonisierungsbedarfs auf europäischer Ebene.

Weiterführende Informationen
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Deliverables
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Veröffentlichungen
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Homepage
Offizielle Projekthomepage: FFG Projektdatenbank

Gastbeitrag
Technologieneutrale Kapazitätsmechanismen für eine versorgungssichere Energiezukunft

Präsentation
Stakeholder Workshop

Präsentation
Wien Energie

Bericht
Stakeholder Bericht

Projektpartner:innen
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Förderhinweis
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Dieses Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung “Energie.Frei.Raum” des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) durchgeführt. Die Abwicklung erfolgt im Auftrag des BMK durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Mehr Informationen finden sich in der FFG Projektdatenbank.

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