Das Projekt SETHub - Smart Energy Transformation Hub zielt auf eine gesamtheitliche Analyse eines netzdienlichen Einsatzes von Elektrolyseanlagen ab und wurde für ausgewählte Standorte in der Steiermark durchgeführt. Ziel war die Analyse des regulatorischen Umsetzungsrahmens und die Betrachtung der Rolle des netzdienlichen Einsatzes von Elektrolyseuren zur Erhöhung der Aufnahmefähigkeit von Verteilernetzen für erneuerbare Erzeugungskapazitäten. Die ökonomische Betrachtung des netzdienlichen Einsatzes von Elektrolyseanlagen wird durch eine techno-ökonomische Modellierung von Elektrolyseuren im Verteilnetz ermöglicht.
Factsheet#
| Kurzform | SETHub |
| Titel | Smart Energy Transformation Hub |
| Laufzeit | 01.10.2023 – 31.03.2025 |
| Partner:innen | 2 (alle anzeigen) |
| Projektform | Kofinanziertes Forschungsprojekt |
| Projektleitung AIT | Philipp Ortmann & Stefan Fink |
Überblick#
Übergeordnetes Ziel des Projekts war die umfassende Analyse der möglichen Rolle sowie des Umsetzungsrahmens von netzdienlichen Elektrolyseanlagen, zur Erhöhung der Aufnahmefähigkeit von Verteilernetzen für erneuerbare Erzeugungskapazitäten sowie die techno-ökonomische Modellierung von Elektrolyseuren im Verteilnetz.
Erkentnisse#
Wirtschaftlichkeit netzdienlicher Elektrolyse#
Ein rein netzdienlicher Betrieb von Elektrolyseanlagen ist zwar technisch geeignet, um Einspeisespitzen vollständig aufzunehmen, erweist sich jedoch in der Praxis als wirtschaftlich kaum tragfähig. Erst durch eine zusätzliche marktorientierte Nutzung der Elektrolyse wird ein wirtschaftlicher Betrieb realistisch.
Kombination von Markt- und Netzdienlichkeit#
Die Kombination aus netzdienlichem und marktbasiertem Betrieb führt zu einer besseren Auslastung der Anlagen und ermöglicht gleichzeitig einen Systemnutzen. Preisunterschiede im Strommarkt unterstützen dabei die Übernahme netzdienlicher Funktionen ohne zusätzliche Steuerung durch den Netzbetreiber.
Optimale Anlagendimensionierung#
Eine maximale technische Auslegung der Anlagen stellt nicht die wirtschaftlich optimale Lösung dar. Stattdessen zeigt sich, dass eine reduzierte Dimensionierung der Anlagen – bei gleichzeitig geringeren Investitionskosten – wirtschaftlich sinnvoller ist und einen Großteil der Abregelungsverluste vermeiden kann.
Tätigkeiten#
AP1: Projektmanagement
AP2: Regulatorische Analyse
AP3: Techno-ökonomische Analyse: Fallstudien
AP4: Flächendeckende Stromnetzsimulationen
AP5: Verwertung & Verbreitung
Weiterführende Informationen#
Deliverables#
- D2.1 Organisationsmodelle für den netzdienlichen Einsatz von Elektrolyse
- D3 Simulation von Fallstudien und wirtschaftliche Bewertung von Elektrolyse im Verteilnetz
- D4 Grid-supportive electrolysis in distribution grids: techno-economic and regulatory analysis for Austria (dts.: Netzdienliche Elektrolyse in Verteilnetzen: techno-ökonomische und regulatorische Analyse für Österreich)
Veröffentlichungen#
Projektpartner:innen#
- Energienetze Steiermark GmbH (Projektkoordination)
- AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Förderhinweis#
Das Projekt SETHub wird unterstützt im Rahmen der 3. FFG Ausschreibung Energie.Frei.Raum. Die Abwicklung erfolgt im Auftrag des BMK durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Mehr Informationen finden sich in der Projektdatenbank der FFG.