Das Projekt DigIPlat adressiert zentrale Herausforderungen der Energiewende im Kontext zunehmender Dezentralisierung, Sektorkopplung und Digitalisierung. Im Fokus steht die Entwicklung interoperabler digitaler Lösungen für Flexibilitätsplattformen, die eine koordinierte und effiziente Nutzung von Flexibilität im Energiesystem ermöglichen.
Durch die Integration technischer, wirtschaftlicher und prozessbezogener Aspekte zielt DigIPlat darauf ab, bestehende Lücken in der Standardisierung und Interoperabilität zu schließen und damit die Grundlage für ein offenes und skalierbares Flexibilitätsökosystem zu schaffen.
Factsheet#
| Kurzform | DigIPlat |
| Titel | Digitale Lösungen für die Interoperabilität von Flexibilitätsplattformen |
| Laufzeit | 01.05.2022 – 31.08.2025 |
| Partner:innen | 7 (alle anzeigen) |
| Projektform | Kofinanziertes Forschungsprojekt |
| Projektleitung AIT | Zobernig Viktor |
Überblick#
DigIPlat Tool
DigIPlat entwickelt und untersucht digitale Lösungen zur Verbesserung der Interoperabilität von Flexibilitätsplattformen im Energiesystem. Ziel ist es, standardisierte Rahmenbedingungen und Anforderungen zu definieren sowie deren technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit zu evaluieren.
Im Rahmen des Projekts werden grenz- und plattformübergreifende Anwendungsfälle analysiert, insbesondere im Kontext von Redispatch, Ausgleichs- und Intraday-Märkten. Mithilfe von Markt- und Netzsimulationen werden potenzielle Vorteile der Interoperabilität sowie der standardisierten Nutzung von Flexibilität bewertet.
Die Projektergebnisse leisten einen Beitrag zur Standardisierung von Flexibilitätslösungen in der DACH-Region und darüber hinaus und unterstützen die Entwicklung eines transparenten und effizienten Energiesystems.
Erkenntnisse#
Interoperabilität ist entscheidend für die Energiewende#
Die zunehmende Dezentralisierung und Digitalisierung des Energiesystems erfordert interoperable Plattformen, um Flexibilität effizient und systemübergreifend nutzen zu können. Ohne standardisierte Schnittstellen und Prozesse bleibt die Koordination fragmentiert und ineffizient.
Standardisierung ermöglicht effiziente Flexibilitätsnutzung#
Ein einheitlicher Rahmen für technische, wirtschaftliche und regulatorische Anforderungen ist notwendig, um Flexibilitätsplattformen miteinander zu verbinden und deren Einsatz in verschiedenen Märkten zu erleichtern.
Plattformübergreifende Koordination schafft Mehrwert#
Die Analyse von Anwendungsfällen wie Redispatch, Ausgleichs- und Intraday-Märkten zeigt, dass koordinierte, plattformübergreifende Lösungen zu einer besseren Nutzung von Flexibilität und zu wirtschaftlichen Vorteilen führen können.
Simulationen sind zentral für die Bewertung von Lösungen#
Markt- und Netzsimulationen spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung der technischen Machbarkeit und der potenziellen Vorteile von Interoperabilität und Standardisierung.
DigIPlat trägt zur Entwicklung eines offenen Flexibilitätsökosystems bei#
Durch die Entwicklung und Validierung interoperabler Lösungen leistet das Projekt einen Beitrag zur Schaffung eines transparenten, skalierbaren und europaweit nutzbaren Flexibilitätsökosystems.
Tätigkeiten#
AP3: Standardisierter Rahmen für interoperable Flexibilitätsplattformen
Lead: AIT
Entwicklung eines standardisierten Rahmens zur Verbesserung der Interoperabilität von Flexibilitätsplattformen sowie Definition von Use Cases und technischen Anforderungen für Multi-Markt-Anwendungen.
AP4: Implementierung und technische Validierung
Lead: THU
Umsetzung des entwickelten Frameworks und Durchführung technischer Tests zur Bewertung von Funktionalität, Sicherheit und Übertragbarkeit in realen Anwendungen.
AP5: Ökonomische Bewertung
Lead: AIT
Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen und Anreizstrukturen für Flexibilitätsanbieter sowie Bewertung von Effizienzgewinnen durch interoperable Plattformlösungen.
Weiterführende Informationen#
Deliverables#
- D1.3 Regulatorische Handlungsempfehlungen aus DigIPlat
- D3.1 Current framework for the operation and setup of existing flexibility platforms (dts.: Aktuelles Framework und Best Practices von bestehenden Flexibilitätsplattformen)
- D3.2 Standardized Flexibility products and attributes (dts.: Standardisierte Flexibilitätsprodukte und Attribute)
- D3.3 Definition of multifunctional flexibility use cases (dts.: Definition von Anwendungsfällen für multifunktionale Flexibilität)
- D3.4 Standardized framework for interoperable flexibility (dts.: Standardisierter Rahmen für interoperable Flexibilität)
- D4.1 + D4.2 Implementation of Demonstrator (dts.: Implementierung des Demonstrators)
- D4.3 Definition and Implementation of a Standardized Electricity Grid Model (dts.: Definition und Implementierung eines standardisierten Stromnetzmodells)
- D4.4 Technical Evaluation for the developed architecture based on the results of the field test (dts.: Technische Bewertung der entwickelten Architektur basierend auf den Ergebnissen des Feldtest-PDFs)
- D5.1 Integration of standardized flexibility requirements and multi-market commercialization of flexibility in a virtual power plant (dts.: Integration standardisierter Flexibilitätsanforderungen und multimarktorientierte Kommerzialisierung von Flexibilität in einem virtuellen Kraftwerk)
- D5.2 Standardized interoperable flexibility provisioning by avoiding grid congestion (dts.: Standardisierte interoperabe Flexibilität durch Vermeidung von Netzüberlastung)
- D5.3 Approaches to procurement of balancing and redispatch and associated incentives of flexibility providers (dts.: Ansätze zur Beschaffung von Balancing und Redispatch sowie zugehörige Anreize für Flexibilitätsanbieter)
- D5.4 Relevance of Intraday Markets for Flexibility Valuation (dts.: Relevanz von Intraday-Märkten für Flexibilität Bewertung)
- D5.5 Evaluation and Efficiency of Flexibility Platforms (dts.: Bewertung und Effizienz von Flexibilitätsplattformen)